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Category: Gargano

Gargano 2018.1

Gargano 2018.1

Eigentlich wollte ich gar nicht bloggen über unseren Urlaub 2018 am Gargano. Einfach nur chillen und erholen. Heute hatten wir aber so einen schönen Tag dass es einfach sein muss dass ich ein paar Eindrücke hochlade.

Ich habe mir auf Kindle einen Reiseführer für Apulien gekauft. Nach 11 Jahren Gargano lasse ich mir jetzt vom Reiseführer ganz interessante noch unentdeckte Geheimnisse erzählen. Zum Beispiel die wilden Orchideen des Monte Sacro.

Dort waren wir heute. Brigitta, Tine und ich sind erst in den Foresta Umbra gefahren und haben den legendären See mit vielen Schildkröten, Fischen und Kaulquappen besucht. Dann sind wir weiter gefahren Richtung Monte San Angelo und haben den Monte Sacra besucht um die Orchideen zu sehen. Leider sind die meisten abgeblüht. Ein paar konnten wir einfangen. Von ca. 200 wilden Orchideen die es weltweit gibt wachsen 61 im Gargano. Allerdings stehen sie hier am Gargano nur in den Monaten April und Mai in der Blüte. Und wir waren einfach etwas zu spät dran.

Der grandiose Abschluss war dann die Ruine eines ehemaligen Klosters. Die Abbazia Monte Sacro. Total faszinierend was wohl im Jahre 500 n.Chr. sich da alles abgespielt hat. Heute sind nur noch die Ruinen übrig.

Einige Impressionen unserer Wanderung
Urlaubstrupp 02

Urlaubstrupp 02

Heute habe ich eine kleine Rechenaufgabe bearbeitet. Mit meiner Canon SX 60 HX hatte ich gestern von der Strandbar aus die Isole Tremiti fotografiert.

San Nicola. Eine der 5 Inseln der Isole Tremiti.

Ich habe mich gefragt, ob ich wirklich die Inseln fotografiert habe oder nur eine Luftspiegelung. Das hat mich nicht in Ruhe gelassen und ich habe das ganze mal genauer angeschaut. Auf dem Gekritzel 1 ist eine Skizze zu sehen. Dort der Erdradius r. Der Abstand zwischen Strandbar und den Inseln l. Die Höhe der jeweiligen Insel über Meereshöhe h1 und des Betrachters h2.

Gekritzel 1

Zuerst habe ich mich gefragt, wie hoch ein Objekt mit Entfernung l sein muss, damit ich es überhaupt sehen kann wenn ich direkt von der Wasseroberfläche aus blicke. Alles natürlich mit der sehr vereinfachten Betrachtung, dass es keine Wellen gibt. Die Rechnung geht über ein rechtwinkliges Dreieck und mit dem cosinus und ergibt eine Höhe von 96m. Da die höhere Insel der Tremitis San Domino 116m hoch ist könnte ich also beim Schwimmen im Wasser diese Insel, zumindest die oberen 20m sehen. Die andere allerdings nicht.

Eine andere interessante Aufgabe ist, wie hoch ich über Meereshöhe sein muss, damit ich die Inseln komplett sehe bis runter zum Strand. Auch hier ergibt sich ein rechtwinkliges Dreieck mit dem selben Ergebnis wie vorher, nämlich 96m. Ein schönes, komplettes Foto ist also ab dieser Höhe möglich.

Somit habe ich also von der Strandbar aus definitiv nicht die komplette Insel fotografiert. Zumindest nicht direkt ohne Luftspiegelung. 

Jetzt ist die Frage: Wieviel habe ich von der Insel direkt gesehen? Siehe dazu Gekritzel 2.

Gekritzel 2

Aus dieser Situation ergibt sich eine Tangente an der Meeresoberfläche, die wiederum 2 rechtwinklige Dreiecke ergibt. Alle Größen sind definiert und lassen sich berechnen. Da ich die tatsächliche Höhe der Strandbar über dem Meeresspiegel nicht kenne, habe ich mal mit 3 Werten eine Rechnung aufgemacht. Am wahrscheinlichsten denke ich ist die Höhe 5m passend. Daraus ergibt sich, dass ich Objekte mit einer Höhe von 57,3m noch sehen kann.

Also habe ich bei dem Foto oben in der Seite die oberen 23,7m der Insel San Nicola fotografiert. Wie gesagt sind dabei Wellen und Luftspiegelung ignoriert.

Auf solche Ideen kann man kommen wenn der Kopf frei wird. 

Urlaubstrupp 01

Urlaubstrupp 01

Ich wollte eigentlich während unserem Urlaub nichts bloggen. Der Grund dafür: Wir waren nun schon schon so oft hier im Gargano, dass ich fast nichts mehr berichtenswert finde. Nachdem wir nun schon einige schöne Tage hier hatten möchte ich nun doch ein paar Dinge öffentlich machen. Das erste ist die veränderte Urlaubsgruppe. Dieses Jahr sind wir zu 8 hier. Meine Eltern und außerdem Josephines Freund Sascha sind zum ersten Mal dabei. Wir haben uns ein passendes Auto gemietet für die Fahrt hierher, so dass wir alle zusammen fahren konnten. Mehr dazu später.

Heute waren wir im Flussbett.

Unsere Wanderung durch das Flussbett ging von der oberen gelben Straße bis zur unteren grünen Straße.

Dort waren wir schon oft, um nach den tollen Steinen, den Geoiden zu suchen, von denen wir schon eine Menge zu Hause haben. Mittlerweile sind schon viele Leute auf den Geheimtipp aufmerksam geworden, weshalb es nicht mehr allzu viele Geoiden gibt, zumindest nicht an der Oberfläche. Die Steine sind faszinierend, sehen aus wie kleine Monde, im Inneren wie Feuerstein, und sind, wie man auf dem Foto erkennen kann einfach in der Erdschicht eingeschlossen.

Ein Geoide eingebettet in der Erde an einem Steilhang.

Meine Mutter war nicht dabei, weil wir angemerkt hatten dass es im Flussbett Schlangen gäbe. Wir haben keine Schlange gesehen, dafür jede Menge Eidechsen die allerdings sehr scheu sind und vor einem flüchten.

Eine Eidechse im Flussbett des im Sommer komplett trockenen Romandato.

Hier im Flussbett wachsen viele interessante Blümchen in steinigem Grund, wo kaum Nährstoffe zu erwarten sind habe ich z.b. diese vermutlich Margariten fotografiert.

Margheriten im Flussbett.

Addio roulotte

Addio roulotte

Wir genießen unseren Urlaub hier im Gargano. Das Wetter ist überwiegend schön. Die Gegend und die Menschen sehr vertraut. Manche Orte haben wir zum wiederholten Mal besucht wie z.B. Peschici, Rodi, Ischitella und die Geisterstadt San Nicola. Andere haben wir neu entdeckt wie die Höhlenkapelle Grotta di San Michele.

Urlaub Gargano 2015

Zwei Besonderheiten in diesem Urlaub sind, dass unsere beiden großen nicht mehr dabei sind und dass wir zum letzten Mal mit unserem Wohnwagen hier sind. Es war schon vor der Fahrt beschlossene Sache und tatsächlich haben wir es geschafft ihn gleich hier zu verkaufen. Wir wünschen den Nachbesitzern viel Freude damit.